Mein pädagogisches Konzept nach Montessori

In meiner Arbeit lasse ich mich von Maria Montessoris Grundgedanken „Hilf mir, es selbst zu tun“ leiten. Mir ist wichtig, jedem Kind Zeit und Raum zu geben, eigene Wege zu gehen und Neues selbst auszuprobieren. Ich begleite die Kinder liebevoll, beobachte aufmerksam und unterstütze nur dort, wo sie wirklich Hilfe brauchen.

Ich gestalte die Umgebung so, dass die Kinder selbstständig aktiv werden können – mit Materialien, die zum Entdecken, Ausprobieren und kreativem Handeln einladen. So wachsen sie Stück für Stück in ihre eigenen Fähigkeiten hinein und entwickeln Selbstvertrauen, Ruhe und Freude am Lernen.

Grundlage in der Kindertagespflege: Sicherheit, Gesundheit und Ernährung

Ein sicheres Umfeld ist mir sehr wichtig. In meinen Räumen in Kirchweiler sind Steckdosen gesichert, Möbel kindersicher und alle Spielmaterialien kindgerecht ausgewählt.

Auch auf Hygiene achte ich besonders. Saubere Räume, sorgfältige Lebensmittelzubereitung und regelmäßige Fortbildungen sorgen dafür, dass ich die Gesundheit der Kinder bestmöglich schütze.

Essen und Trinken haben im Tagesablauf einen festen Platz. Ich bereite alle Mahlzeiten frisch zu und achte auf eine abwechslungsreiche, kindgerechte Ernährung. Die Kinder dürfen in ihrem eigenen Tempo essen und selbst entscheiden, was und wie viel sie probieren möchten. Individuelle Wünsche oder Allergien berücksichtige ich selbstverständlich.

Individuelle Kinderbetreuung in einer kleinen Gruppe

Die kleine Gruppengröße ist ein großer Vorteil der Kindertagespflege und ermöglicht es mir eine individuelle Beziehung zu jedem Kind aufbauen zu können. Es ist viel Zeit für jedes Kind vorhanden und ich kann sehr gut auf jede der kleinen Persönlichkeiten eingehen. Grade für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist es wichtig, dass eine vertrauensvolle Nähe aufgebaut wird, in der sich das Kind wohl und geborgen fühlt.

In meiner kleinen Gruppe gibt es immer eine Durchmischung verschiedener Altersgruppen. Jedes Jahr kommen neue Babies oder kleine Kinder hinzu und die älteren Kinder bereiten sich auf den nächsten Schritt vor und verlassen die Kindertagespflege wieder. Die Altersdurchmischung ist für alle Kinder gut: so lernen die kleinen viel von den größeren Kinder und die größeren Kinder lernen Vorbild zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen spielerisch in den verschiedenen Rollen Rücksicht aufeinander zu nehmen und erweitern somit ihre soziale Kompetenz.

Spaß an Bewegung und Kreativität

In meiner Kindertagespflege hat freies Spiel viel Raum. Die Kinder können sich bewegen, ausprobieren und ihrer Fantasie folgen. In großzügigen Räumen und draußen in der Natur gibt es dafür jede Menge Platz. Ob Spielplatz, Park oder Garten – überall warten neue Erlebnisse. Ich begleite die Kinder aufmerksam und unterstütze sie, wenn sie etwas Neues wagen.

Gemeinsam entdecken wir, was die Natur alles bietet: Materialien zum Basteln, Dinge, die klingen, und Orte, die zum Spielen einladen. Mit Freude und Neugier erforschen die Kinder ihre Umgebung und entwickeln dabei viele eigene Ideen.

Auch Musik gehört bei uns dazu. Durch gemeinsame Lieder erweitern die Kinder spielerisch ihren Wortschatz. Verschiedene Instrumente und Klangmaterialien laden dazu ein, selbst Musik zu machen – so werden die Kinder zu kleinen Entdecker*innen und „Komponisten“.

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.

Je nach Kind dauert die Eingewöhnung zwischen einer und vier Wochen. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind  bestimmt das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.

Im nächsten Schritt, der auch schon nach ein paar Tagen erfolgen kann, verlässt das Elternteil unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleibt aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Ich beobachte Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei uns fühlt und auch Sie ein gutes Gefühl dabei haben, es den Tag über durch mich betreuen zu lassen.

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Eine gute und offene Zusammenarbeit zwischen Eltern und mir ist für das Kind und seine Entwicklung sehr wichtig. Durch die kleine Gruppengröße haben wir in jeder Bring- und Holsituation ein bisschen Zeit über den Tag und die Erlebnisse zu sprechen. Für intensiveren Austausch haben wir auch Elternabende oder Sie sprechen mich einfach an und wir suchen nach einem gemeinsamen Termin.

Besprechen werden wir fortlaufend organisatorische Aspekte, Entwicklungsschritte und spezifische Fragen zum Kind in der Gruppe. Sie als Eltern können mich auch zu pädagogischen Sachen fragen – ich teile mein Wissen und meine Erfahrungen gerne mit Ihnen. Ich weiß, dass auch die Eltern immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und dass es dabei vielfältige Fragen gibt.

Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig

Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten, Zähne putzen oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten – uns wird bestimmt nie langweilig.

Auch die Kinder können mitentscheiden, welche Spiele, Tätigkeiten oder Ausflüge wir an einen Tag machen oder auch für die nächsten Tage planen. Die Kinder lernen Wünsche zu äußern und im sozialen Miteinander auf die Wünsche Anderer einzugehen.